Gemeindefreizeit Ralligen 2009

 

2. Gemeindefreizeit bei den Christusträgern in Ralligen am Thuner See.

Vom 26. – 31.10.2009

 

 

Man hatte viel gehört und auf Fotos gesehen, wie schön es dort sei – aber – die Wirklichkeit übertraf alles bei weitem!! Und das Ende Oktober!

Die Hinfahrt erfolgte in Fahrgemeinschaften in PKWs, entweder über Basel oder wie ich mit Familie Betschinske über Schaffhausen, mit Pause am berühmten Rheinfall. Überall leuchteten die herrlichen Herbstfarben der Laubbäume und Sträucher um die Wette – dazu die wunderbaren Landschaften bis ins Berner Oberland. Gegen 17 Uhr waren die 18 Kreuzemer und die 5 Boizenburger (mit dem Zug) Teilnehmer der gemeinsamen Freizeit eingetroffen.

Schloß Ralligen ist ein kleines Ensemble, direkt am Thuner See, es gehören kleine alte Schober dazu, hinten dran steigen die Wiesen  und Weiden steil an, die Kühe konnten noch draußen sein und man hörte ihr Geläut als friedlichen Hintergrund.

Die Christusträgerbruderschaft hat das Haus 1976 erworben, es war total herunter gekommen und man konnte den Zustand auf Fotos sehen – und bewundern, was man in Eigenarbeit stilvoll liebevoll gekonnt restauriert hat.

Wer hier Einkehr halten möchte fügt sich in den Tageslauf der Brüder nach benediktinischen Gebetszeiten ein Stück ein.

Zur Abendandacht um 18 Uhr treffen sich alle in der Kapelle im hoch ausgebauten Dachstuhl. Alle sind aufgefangen in dem wohltuenden Rhythmus.

Das Abendessen – wie alle Mahlzeiten – überraschte uns mit der Kochkunst von Bruder Peter und Bruder Reto und seinen Helfern! Wir wurden sehr verwöhnt! Die Küchendienste für uns, in die wir uns frei eintragen konnten, machten viel Spaß und gehörten dazu. Bruder Siegfried ist der „Verwaltungschef“ und Bruder Felix und Bruder Werner sind die Gärtner schlechthin!! Dazu zwei sehr nette Ziwis bilden das Team.

Morgens und Abends wurde viel gesungen – wir hatten 3 Gitarren dabei – es war immer ein Wunschkonzert. Morgens hielt Bruder Dieter eine Bibelarbeit, es ging um sogen. Wundergeschichten aus dem Lukas Evangelium – vom Hauptmann von Kapernaum, Heilung des Gelähmten, Heilung der blutflüssigen Frau und Tochter des Jairus und die Salbung durch die Sünderin.

Die Nachmittage gestalteten wir nach eigenen Wünschen. Die herrliche Umgebung lädt ein, auf halber Höhe, vorbei an den prächtigen alten Schweizer Bauernhäusern die Bergmassive von Eiger, Mönch und Jungfrau zu grüßen. Oder am nächsten Tag auf einem Skulpturenweg am Ufer des Thuner Sees zu wandern. Am 3. Nachmittag fahren wir zur Aareschlucht und durchwandern die Klamm, 1.4 km lang, z.T. sehr eng! Das milchig-grüne Gletscherwasser der Aare rauscht unter uns vorbei und vereint sich in weiter Ferne mit der Rhone. Am letzten Nachmittag fahren wir mit dem Bus nach Thun und genießen die alte Stadt (und schwelgen im Einkauf von Schweizer Schokolade), einige fahren mit der Seilbahn hoch hinauf auf den Schilthorn und genießen die einmalige Aussicht.

An den Abenden berichtet Bruder Dieter über die Anfänge der Bruderschaft in Bensheim, den Kauf von Ralligen und Triefenstein sowie über die Arbeit in Kabul und Vanga. Auch über unsere Projekte in Ghana kann ich etwas erzählen.

Sehr interessant und wichtig sind uns die Berichte von Pfarrer Steinbrink aus Boizenburg über die Situation vor Ort. Die Zahl der Kirchenmitglileder ist verhältnismäßig klein. Aber – die Zahl der Taufen und Konfirmationen steigt! Ein kleines Wunder! Allerdings gibt es große Probleme mit den Aufmärschen der NPD und ihrem Treiben. Man muß den Mut des Pastors  bewundern!

So gab es viele Fragen und Gespräche gegenseitig. Das war ja auch unser Wunsch gewesen, die aktuelle  Situation der Partnergemeinde besser kennen zu lernen.

Den Abschluß bildete der Abendmahlsgottesdienst am letzten Abend.

 

Danke an alle rundum, einige Familiengäste beteiligten sich an unserem Programm. Auch am abschließenden abendlichen Besuch in der Cafeteria!!

Den Brüdern sei für ihre engagierte Arbeit besonders gedankt! Da sie viel mit Suchtkranken arbeiten, ist das Haus alkoholfrei – das haben wir gerne beachtet.

 

Gertrud Schauber, 1.11.09