Unsere Kirche und unsere Häuser

 

Geschichtliches über die Kirche „Zum Heiligen Kreuz“

 Das Kirchenschiff stammt aus frühchristlicher Zeit. Es wurde im romanischen Stil erbaut und gehörte bis zur Reformation zum Bistum Würzburg. Das Gotteshaus war einst die Urpfarreikirche für den Südostteil des Spessarts. Der gotische Chor ist 1443 errichtet worden, da der romanische damals einem Brand zum Opfer fiel. Im gleichen Jahr wurde das Kirchenschiff 1,5 Meter und der Westgiebel um 3 Meter erhöht. Bei dieser wohl größten Umgestaltung erhielten die Fenster an der Südseite gotische Aufsätze, während die Fenster an der Nordseite – vermutlich aus klimatischen Gründen- zugemauert wurden. In diesen Bauabschnitt ist auch die Errichtung des Ziboriums einzuordnen, unter welchem seit 1683 der Taufstein steht. Graf Georg führte 1523 die Reformation ein.

 

Der Kirchenturm zeigt Schießscharten auf, ein Zeichen, dass es sich um eine Wehrkirche handelte. Eine Anzahl Kugeleinschläge am romanischen Tor beim Kirchplatz sind ein Beweis, dass es hier nicht immer friedlich zuging. Der untere Teil des Turmes dürfte 1443 oder noch früher entstanden sein, um 1600 erfolgte eine Erhöhung und seit 1753 blieb er in seinem Aussehen unverändert. Der ehemalige zweite Turm an der Nordseite wurde 1626 von den kaiserlichen Truppen zerstört. Der Stützpfeiler neben dem Taufstein ist noch ein Rest davon. Die Jahreszahl 1628 unter der Kanzeltreppe dürfte die Instandsetzung der Kriegsschäden von 1626 bedeuten.

 

 Die Altar-Kreuzigungsgruppe stammt aus der Zeit um 1470 und soll in der napoleonischen Zeit von Triefenstein nach hier gekommen sein. Der Altarsockel wurde 1974 unter dem 1443 errichteten Hochaltar gefunden. Er stammt aus der frühchristlichen Zeit Von 1443 bis 1974 führten fünf Treppenstufen zu diesem Hochaltar. Außer dem Hauptaltar hatte die Kirche bis zur Reformation auch einen Marien- und Katharinenaltar. Davon zeugen noch die beiden Rundbogen im Mauerwerk.

 Die Kanzel wurde 1682 errichtet. Ein gräflicher bzw. fürstlicher Stuhl wurde 1736/37 eingebaut. Der Stuhl hatte an der Ostseite einen eigenen Eingang, stand erhöht neben dem Altar und wurde bei der Renovierung im Jahr 1974 wieder ausgebaut.

Die Orgel stammt aus der Zeit um 1730.

 Die kirchliche Ausstattung und der gesamte Altarschmuck gingen bei dem Bildersturm der Reformation sowie im 30-jährigen Krieg restlos verloren.

Die Kirche soll einst eine Pferdewallfahrtsstätte gewesen sein. Das Hufeisen an der massiven, mit Eisen beschlagenen Türe, um das sich allerlei Sagen und Erzählungen ranken, war mit Sicherheit von einem Pilger als Ehrengabe gestiftet worden. Es handelt sich hier um ein neues, ungebrauchtes Hufeisen.

 Der Aufgang zur Empore wurde 1765 wegen Platzmangel nach außen verlegt und 1974 erneut wieder nach innen. Bei der Renovierung im Jahr 1974/75 erhielt die Kirche eine neue Bestuhlung.

                                                           Verfasser:  Peter Hofmann

1997 bis 1998 wurde die Kirche umfangreich saniert und renoviert. Ein neuer Windfang und ein neuer Sakristeianbau wurden angebaut.

 

Kirche zum Heiligen Kreuz

 

Der Chorraum mit Altar und Kanzel

 

Das Pfarrhaus mit Pfarrbüro
(Lage: gegenüber der Kirche. Links im Hintergrund das Gemeindehaus an der Hauptstraße)

 

Das Gemeindehaus an der Hauptstraße

 

 Das Gemeindehaus an der Birkenstraße